Körper

Wir beginnen mit der Gesundheit

These boots are made for walking…

Du kennst das vielleicht. Eigentlich willst Du gar nicht nach draußen. Es ist zu kalt. Zu nass. Oder zu Sonne. Irgendwas ist ja immer. Und deshalb mümmelst Du Dich – je nach Wetterlage – entwender in eine Decke oder Deine Klimaanlage und versuchst Dich möglichst wenig zu bewegen, während Du Deine Lieblingsserie schaust.

Wenn Du schon einmal einen Ratgeber (und es ist fast egal wofür) aufgeschlagen hast, weißt Du schon, dass das falsch ist. Es interessiert Dich nur nicht.

Genau so geht es mir häufig. In meinem Fall ist die Lieblingsserie ein Online-Spiel, aber der Rest stimmt natürlich trotzdem. Auch ich habe schon den einen oder anderen Ratgeber aufgeschlagen oder angenervt (wenn es sich um einen Trainer oder ähnliches handelte) – mit bisher mäßigem Erfolg. Das Fitnesscenter war immer ein guter Punkt zum Starten. Für alle anderen. Ich hingegen hatte mehr und mehr das Gefühl schwabbelig und widerlich zu sein, wenn neben mir ein besonders motivierter Hulk seinen Proteinshake inhaliert während ich mein Fett strategisch gut unter der Kleidung verteile. Nachdem ich in der kuscheligen Gemeinschaftsdusche war, die für introvertierte Menschen wie mich freilich noch einen weiteren Quell grenzenloser Begeisterung bildet.

Wie Du vermutlich auch, habe ich so schon den einen oder anderen Misserfolg in Sachen Dauermotivation hinnehmen müssen. Irgendwann hört die Phase, in der man sich erfolgreich einreden kann, dass man morgen sicher wieder Sport macht und nur heute aussetzt – einfach auf. Und dann lässt man es.

Wie wir inzwischen wissen dürften hängt das natürlich auch damit zusammen, dass man bei jedem Versuch einen oder mehrere der gleichen Fehler macht:

  • Die Ziele sind zu hoch
  • Der Sport, der ausgeführt werden soll, fühlt sich Scheiße an
  • Die anderen, die man dabei ertragen muss, nerven
  • Man quält sich zu oft

Man könnte die Liste sicherlich ins Unendliche fortsetzen.

Ausweg: Aus. Weg.

Vom Sport lesen bringt irgendwie nichts. Genauso wenig wie die Selbstvorwürfe, die wir uns immer machen, wenn wir mal wieder an den Laufschuhen gescheitert sind. Bringt einfach nichts.

Also machen wir lieber etwas anderes.

Wie wäre es denn mit … gehen? Ja, ich weiß. Gehen ist kein großartiger Sport. Vor allem dann nicht, wenn es eigentlich darum geht Kalorien zu verbrennen. Aber ich habe diesen Blog gegründet um damit zu beginnen meine Depressionen in den Griff zu bekommen. Und für mich war es oft schon unmöglich überhaupt nach draußen zu gehen. Die Vorstellung das auch noch zu tun um mich vor anderen umziehen und schwitzen zu dürfen war dabei auch keine große Hilfe. Aber ein paar Schritte vor die Tür … das schaffe ich.

Also habe ich vor einiger Zeit damit begonnen pro Tag eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Das ist dann (ich nehme an dieser Stelle die Finger zur Hilfe um mathematisch exakt berechnen zu können…) in etwa eine halbe Stunde pro Tag mehr als sonst.

Ich arbeite von zu Hause aus, was das ganz noch ein wenig verschärft. Leichter wäre es, wenn ich einfach eine Station früher aus dem Bus oder ein Stockwerk früher aus dem Lift steigen könnte als üblich um den Rest zu Fuß zurückzulegen. Es muss ja nicht gleich die halbe Stunde sein. Manchmal zählt eben jeder einzelne Schritt, den wir mehr gemacht haben. Mehr als am Tag zuvor.

Unser Ziel: Gehen.

Meine Ziele stecke ich mir nach dem SMART-Prinzip. Falls Du nicht genau weißt, was das ist: Macht nichts. Das ist ein fancy Begriff für „Kontrollierbar und nicht allzu unrealistisch“.

  • Ich gehe Spazieren.
  • 30 Minuten lang.
  • Dazu brauche ich nichts weiter als ein wenig Überwindung. Das sollte ich schaffen.
  • Ich gehe jeden Tag spätestens um 18:00h los.

Und damit ich nicht damit aufhöre werde ich posten, was ich so schaffe. Auf Twitter. Dort findest Du mich übrigens auch unter „DerSinn“ und ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, wenn Du mit mir in Kontakt trittst. Vor allem dann, wenn Du das sonst nie machst. Dann sind wir nämlich zwei Leute, die gemeinsam am gleichen Problem arbeiten: Unserem Mangel an sozialer Interaktion. Irgendwann dann werden wir das auch außerhalb des virtuellen angehen – aber das ist ein ganz anderes Problem. Es steht auch auf der Liste. Und deshalb kümmern wir uns dann darum, wenn es soweit ist.

Also los! Was sind Deine Ziele? Täglich die Treppe ein Stockwerk lang nehmen? Fünf Minuten um den Block watscheln? Oder doch aber morgen täglich 2 1/2 Stunden Krafttraining? Hey … bei letzterem … äh … fang nochmal oben zu lesen an. In jedem anderen Fall: Lass es mich wissen! 🙂

Foto von Pexels

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, ehemaliger Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Früher habe ich hier nur über Bücher geschrieben. Jetzt schreibe ich hier nur über das Leben.

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