Der rote Faden

Recap #1 | Die erste Woche vom Rest meines Lebens

Meine Fortschritte

Ich habe es geschafft. Noch einmal. Sich von Woche zu Woche durch das Leben zu quälen und dabei ständig vor Augen zu haben, wie egal das eigentlich für den Rest der Welt ist, hat schon etwas eigenes. Etwas … unbeschreibliches. Für die meisten Menschen beruht das ja auf Gegenseitigkeit. Es ist ihnen also egal, was die Welt davon hält.

Eigentlich war es eine verhältnismäßig gute Woche. Der Montag war die einzige Ausnahme; am Montag hätte ich beinahe nicht aus dem Bett gekonnt. Ich kann nicht genau sagen, woran das lag – aber es hat erst gegen Abend wieder angefangen erträglich zu werden. Ich fühlte mich den ganzen Tag über, als hätte man mich zum Schoßtierchen eines Dementoren gemacht; die Leine um den Hals und die Bewegungsfreiheit auf jenen Weg eingeschränkt, den das dunkle Herrchen gehen wollte. Aber ich hab’s überlebt – und daran, mich zu fühlen, als hätte ich mir den Magen verdorben und einen Jahresvorrat Schlaftabletten genommmen, habe ich mich ja schon gewöhnt.

Aber, wie schon gesagt: Es war eine verhältnismäßig gute Woche. Immerhin hatte ich ansonsten weitestgehend Freigang. Mein Kopf war Donnerstag und Freitag zu dicht gepackt um mich gut auf meine Arbeit konzentrieren zu können. Ein Umstand, den ich wohl nächste Woche büßen werde müssen. Wie auch immer.

Fortschritte…

30 Minuten, 7 Tage

Macht nichts. Es geht eben weiter. Diese Woche wollte ich mich auf zwei Dinge konzentrieren: Ein Buch und ein Projekt aus dem Bereich Gesundheit. In beiden bin ich vorangekommen. Mindestens 30 Minuten war ich täglich unterwegs und habe währenddessen hauptsächlich Hörbuch gehört und Fotos gemacht. Von letzteren habe ich ein paar auf meinen Instagram-Account gepackt, falls Ihr mal nachsehen wollt…

Von allem, was ich mir vorgenommen habe, war das wohl das Leichteste – immerhin bin ich davor schon sehr häufig (fast täglich) so unterwegs gewesen. Aber irgendwo musste ich ja starten – und es sollte etwas sein, von dem ich wusste, dass es einen positiven Effekt auf mich haben würde. Und … was soll ich sagen? Es hat weiter einen positiven Effekt. 😉

Oh. Und etwas, von dem ich bisher noch gar nicht gesprochen habe, hat diese Woche auch begonnen. Eine Therapie. Ich habe mir geschworen, dass es – so oder so – die letzte ist, die ich machen werde. Bisher kann man natürlich noch nichts sagen (außer, dass psychisch krank sein nichts für Arme ist). Ich werde aber auch das hier einfließen lassen.

So … genug von mir. Auch, wenn ich die Kategorie „Der rote Faden“ wie ein kleines, öffentliches Tagebuch handhaben werde – es interessiert mich, wie es Euch geht. Wer von Euch hat diese Woche beschlossen, sich auch aufzuraffen und den Kampf zu beginnen? Wer hat Rückschläge hinnehmen müssen? Lasst uns gemeinsam vorwärts gehen. Ihr findet mich auf Twitter und DerSinn.

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, ehemaliger Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Früher habe ich hier nur über Bücher geschrieben. Jetzt schreibe ich hier nur über das Leben.

Add Comment

Click here to post a comment

Dein Senf:

Gezwitscher

%d Bloggern gefällt das: