Aus dem Netz

Was man wissen sollte, bevor man in öffentlichen Verkehrsmitteln liest…

Ihr wisst, was Euer Sitznachbar liest? Willkommen bei den Cover-Spannern. Du bist nicht allein...

Manchmal werde ich gefragt…

(Netzfundstück)

…wie ich es denn schaffe „so viel zu lesen“. Mit zwei Kindern, Fulltime-Job und so. Naja. „So viel“ ist es denn eh nicht – aber auf jeden Fall mehr als bei vielen anderen. Das liegt daran, dass ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln lese, die ich täglich etwa 1 Stunde lang benutze.

Vielen von Euch geht es bestimmt ähnlich – und das morgendliche Aufschlagen des Buches ist Teil des notwendigen Prä-Arbeitsrituals™ geworden. Aber ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Ihr dabei beobachtet werdet, wenn Ihr lest? Denn egal wie beschäftigt viele tun, ihre Blicke kleben recht ungeniert an Euren Buchcovern.

Es ist eben so

Ich bin übrigens einer davon. Also … von denjenigen, die gerne einmal nachsehen, was denn der Sitznachbar so liest. Das sehe ich als Berufskrankheit an – denn als Buchhändler habe ich so die Gelegenheit mir ein Bild davon zu machen, was die Menschen meiner Umgebung gerne lesen. Und kaufen, versteht sich. Es gibt da dieses Internet-Meme, das ich sehr schätze. Seine Botschaft (recht frei übersetzt) ist simpel: „Jemanden ein Buch lesen zu sehen, das Du liebst, ist als ob das Buch einen Menschen empfiehlt.“ .

Wer das übrigens ganz und gar nicht möchte, kann sich schicke Über-Cover für seine Bücher kaufen, wie zum Beispiel diese hier aus dem Moses-Verlag (…und nein, ich werde für diese „Werbung“ nicht bezahlt. 😛 ).

Der Beweis

Falls Ihr die Hoffnung hattet, dass ich der einzige ‚Cover-Spanner‘ bin – vergesst es. Dieses Video wird Euch eines besseren belehren. Der Protagonist ging bei der Produktion übrigens besonders fies vor: Um sicher zu erkennen, dass jemand auf sein Cover reagiert, benutzte er möglichst peinliche Titel (etwa: „101 Übungen zur Penisverlängerung für zu Hause, im Büro und unterwegs“). Also ich wäre da voll drauf reingefallen. 😀

Und jetzt: Raus mit den Geständnissen! Wer von Euch hat sich beim Lesen schonmal Mühe gegeben den Titel mit einem Lesezeichen zu überdecken? 😀

Anmerkungen

Das Internet-Meme und das Video befinden sich nicht in meinem Besitz.

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Viel Erfolg in der kommenden Zombie-Apokalypse! Wer meinen (einschlägigen) Buchempfehlungen folgt, der hat Chancen. Allen anderen kann ich nur empfehlen als Zeichen des Widerstands wenigstens nicht lecker zu schmecken. :)

6 Comments

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Dein Senf:

  • Ich bin keine Buchhändlerin (na gut, im Herzen schon), liebe es in Bus und Bahn aber auch, auf die Cover anderer Leute zu schielen. Manchmal spreche ich sie sogar drauf an (ja, so seltsam bin ich). Das ist übrigens der seltene Fall, wo ich e-Reader verfluche. Da kann man in der Öffentlichkeit einfach nicht sehen, was der andere liest. Entgangene Bahn-Gespräche unter Book Nerds.

    Gruß,
    Ute

    • Man glaubt’s mir ja nie – aber ich bin schüchtern. Ansprechen würde ich niemanden. Aber ansprechen lassen durchaus. Und deshalb finde ich es gar nicht seltsam. 🙂

      • Schüchtern? Nein, du wirkst tatsächlich nicht so. Aber ich laber die Leute auch nicht gleich penetrant an. Läuft eher so: Wenn die mal hochgucken, Blickkontakt suchen, lächeln, „Schönes Buch ist das“ sagen. Und dann ergibt sich alles weitere – oder eben nicht.

  • Also ich schiele auch auf die Bücher anderer Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich zeige auch gerne, was ich gerade lese. Was ich aber nicht leiden kann, ist, wenn jemand über meine Schulter mitliest! Jemanden anreden würde ich nicht, dafür bin ich zu schüchtern 😀

    Das Video kannte ich schon, ist sehr lustig wenn auch manchmal etwas, na ja ….
    Liebe Grüße
    Janice

    • Ja … mitlesen nervt oft. Ich hab‘ ja dann immer den Impuls zu fragen, ob ich schon umblättern darf. 😀

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