Buch

Star Trek: The Fall 4 („Der Giftbecher“)

Der vierte Teil der Reihe wartet mit neuen Entwicklungen rund um das Komplott aus hochrangigen Föderationsbürgern auf. Kann er das Niveau seiner Vorgänger halten?

Was ist eigentlich auf der Erde los?

TheFall4Wir waren auf Cardassia. Wir waren auf Andor. Und natürlich waren wir schon auf „Deep Space 9“, jener neugebauten Raumstation, auf der das ganze Unglück seinen Anfang nahm. Nach der Ermordung der Präsidentin der Föderation, gleich zu Beginn der Star-Trek-Romanserie „The Fall“, werfen wir nun endlich einen Blick auf die Erde. Dort geht es im Augenblick nämlich vor allem hinter den Kulissen zur Sache, wenn der Interimspräsident alles in seiner Macht stehende tut um etwas zu vertuschen, das streng nach Verrat riecht.

Einer der ranghöchsten Admiräle der Sternenflotte, Admiral Akaar, weiß, dass er allein nicht dazu in der Lage sein wird aufzudecken, was auch immer es aufzudecken gibt. Um nicht alleine den Kampf gegen übermächtige Politiker aufnehmen zu müssen holt er einen uns gut bekannten Offizier ins Boot – oder vielmehr von diesem weg. Denn Captain William T Riker, bis zu diesem Zeitpunkt der Kommandant der USS Titan, wird zum Admiral befördert und auf die Erde beordert. Da es dem dienstälteren Flagoffizier jedoch unmöglich ist offen mit seinem neuen Untergebenen zu sprechen, hängt der ansonsten tatkräftige frisch gebackene Admiral ein wenig in der Luft – sehr zu seinem Missfallen.

Doch je mehr Zeit er auf der Erde verbringt, desto mehr wird auch ihm bewusst, dass es etwas in der Luft liegt. Und so macht auch er sich auf die Suche nach dem Komplott, dass hinter der Ermordung der Präsidentin steckt.

Was wurde eigentlich aus Julian Bashir?

Von den einen als Verräter verhaftet, von den anderen als Volksheld gefeiert: Julian Bashir ist (in gewissen Kreisen) in aller Munde. Sein Verrat an der Föderation führte schließlich dazu, dass das Volk der Andorianer eine Zukunft hat. Dieses vom Aussterben bedrohte Volk weiß ganz genau, was es am ehemaligen Chefarzt von „Deep Space Nine“ hat. Was es allerdings nicht weiß ist, wo es diesen Volkshelden hat. Also machen sich angehörige der Sternenflotte, die Captain Riker treu ergeben sind, auf die Suche nach ihm.

Wie und wo sie ihn finden verblüfft dann doch – und ist ein weiterer Hinweis darauf, wie schlecht es um die inneren Zirkel der Föderation bestimmt ist.

Währenddessen, an einem anderen Ort

Auch die Angehörigen eines Spezialkommandos, unter ihnen Nog und Tuvok von der USS Titan, haben eigene Probleme. Sie operieren so verdeckt, dass nicht einmal auf der Erde die Admiralität in die Missionsziele eingeweiht ist. Ihre Befehle erhalten sie direkt vom Präsidenten. Das ist nicht nur ungewöhnlich sondern nahezu skandalös – aber wer genau will widersprechen, wenn der mächtigste Mann in zwei Quadranten einen Befehl erteilt?

Also wird Dienst gegen Vorschrift getauscht. Die beiden befinden sich an Bord eines merkwürdigen Schiffes, welches – wie könnte es anders sein – auch vorgibt etwas ganz anderes zu sein, als es tatsächlich ist. Auch die Beteiligung des echten Militärs der Föderation lässt den Vulkanier und den Ferengi aufhorchen. Was sollen sie eigentlich dort, wo sie hinbeordert wurden?

Fazit

Insgesamt verfügt der vierte Teil von „The Fall“ über einen recht spannenden, wenn auch an manchen Stellen unnötig in die Länge gezogenen Plot. Die Story selbst ist gut ausgearbeitet, was man vom Text selbst leider nicht behaupten kann. Zu oft greift der Autor auf Formulierungen zurück, die man schon dutzende Male in Star-Trek-Romanen gelesen hat. Das verleiht dem Buch den Anstrich von Stangenwahre und wird der fünf Teile überspannenden Geschichte von „The Fall“ nicht ganz gerecht. Einer Fernsehsendung aus dem Star Trek – Universum jedenfalls wäre diese Geschichte trotzdem entwachsen. Und das ist gut so.

Wer bis „The Fall“ bis hierhin gelesen hat, der wird auch weiterlesen. Dieser Teil ist zum Einstieg in die Serie jedenfalls denkbar ungeeignet. 😉


Das Buch

ISBN 978-3-86425-781-0
Preis (D) 12.99 | (A) 13.40
Link zum Buch auf der Website des Verlags

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Viel Erfolg in der kommenden Zombie-Apokalypse! Wer meinen (einschlägigen) Buchempfehlungen folgt, der hat Chancen. Allen anderen kann ich nur empfehlen als Zeichen des Widerstands wenigstens nicht lecker zu schmecken. :)

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