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Ich kann lesen – Der richtige Antrieb für Leseanfänger!

Leseanfänger können Erfolgserlebnisse brauchen. Witzige Kurzgeschichtensammlungen im Hardcover-Format können ihren Teil dazu beitragen, dass die Kinder diese auch bekommen!

Leseanfänger wollen ihre Leistung sehen

ichkannlesenMit Leseanfängern in eine Buchhandlung zu gehen kann wirklich ernüchternd sein. Besonders für diejenigen unter uns, die selbst kaum je ohne Buch in der Hand durch die Weltgeschichte ziehen, können sich solche Ausflüge zur Belastungsprobe auswachsen. Man selbst ist aufgeregt und freut sich, weil man dem Nachwuchs sein Hobby gerne vererben möchte – und dann kann sich das Kind nicht und nicht für auf Papier gebannte Tagträume begeistern.

Natürlich lässt sich nicht jedes Kind zur Leseratte ausbilden. Vielen Kindern mangelt es erst an Interesse und später an Geduld. Vor allem die Tatsache, dass Erfolge oft ausbleiben kann für Anfänger frustrierend sein. Und deshalb lassen sie das Lesen dann lieber sein.

So muss es aber nicht kommen. Gut … für absolute Gegner des Lesens ist ‚Ich kann lesen‘ vielleicht nicht die beste Wahl – dazu ist es zu dick, was solche Kinder sogar noch tiefer in die Ablehnung treiben kann. Für andere Anfänger, die sich nicht ganz so schnell abschrecken lassen, ist es dafür aber wirklich gut geeignet. Aus drei Gründen.

Was ist Erfolg – und wie kann ‚Ich kann lesen‘ dabei helfen?

Beim Lesen gibt es (meiner Erfahrung nach*) zwei oder drei Arten von Erfolg, die das Kind wahrnehmen kann.

  • Ich habe eine Geschichte gelesen, die mir gefallen hat.
  • Ich habe ein ganzes Buch gelesen
  • Ich habe aus einem Buch etwas gelernt, was mir in meinem Alltag hilft
    (werde ich hier nicht behandeln; es trifft so nicht zu)

Jede kann so wichtig sein wie die Andere – und oft unterscheidet sich die Wahrnehmung von Kind zu Kind. Und alle drei Punkte können von Kurzgeschichtensammlungen wunderbar erreicht werden.

Ich habe eine Geschichte gelesen, die mir gefallen hat

Natürlich kann man Pech haben und dem eigenen Kind ein Buch schenken, dass ihm nicht gefällt. Wenn das Buch dann auch noch eine recht große Anzahl an Seiten hat (bei Leseanfängern ist dieser Punkt bekanntlich recht schnell erreicht), dann wird das Lesen (nun zusätzlich zeitbedingt) zur doppelten Qual. Kurzgeschichtensammlungen haben da einen großen Vorteil: Durch den Mix an Geschichten ist die Chance recht hoch, dass etwas dabei ist, das dem Kind gefällt.

Ich persönlich finde die Auswahl an Geschichten in ‚Ich kann lesen‘ gut gelungen. Mit Ottfried Preußler und Michael Ende sind auch zwei ausgesprochen prominente Namen unter den Autoren – ganz abgesehen davon, dass auch die anderen nicht unbekannt sind.

Ich habe ein ganzes Buch gelesen

Man sollte auch nicht unterschätzen, dass ein dickes Buch eben ein dickes Buch ist. Lässt sich das Kind nicht davon überzeugen es damit zu probieren (denn manche Kinder schrecken schon bei der bloßen Vorstellung „so viel“ zu lesen zurück), sollte man es nicht pushen. Mit ein wenig Glück ist das aber gar nicht das Problem – und dann entfaltet sich die Wirkung von ‚Ich kann lesen‘ besonders gut. Schließlich ist die Schrift groß und schnörkellos, also optimal für Leseanfänger geeignet. Die Zeilen fliegen nur so dahin und am Ende kann das Kind stolz auf das erste Buch mit anständiger Seitenzahl zurückblicken.

Mit ein wenig mehr Glück setzt das übrigens die Hemmschwelle gegenüber weiteren Büchern zurück, die vielleicht schon ein wenig mehr Seiten haben.

Die Geschichten

Einige der Geschichten kennt man als Erwachsener denn auch. So haben Urmel und der kleine Wassermann einen Auftritt, aber auch Dr Brumm, der durch witzige Illustrationen punktet. Es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen, wenn man neugierig ist. Der Wiedererkennungswert ist allemal gegeben – und das spricht doch schon für die Texte, oder? 🙂

Fazit

Dieses Buch ist – denke ich – auf jeden Fall einen Versuch wert. Am besten ist es vielleicht für Kinder geeignet, die zwar mit dem Lesen gerade erst angefangen haben, die aber auch nicht unbedingt die größte Scheu davor haben. Ein Motivator ist das Buch allemal. 😉


Das Buch

ISBN 978-3-522-18405-2
Preis (D) 7.99 | (A) 8.30
Link zum Buch auf der Website des Verlags

Meine Altersempfehlung: Ab 6 Jahren


Potenzielle junge Leser sollten

  • Sich nicht von dicken Büchern abschrecken lassen
  • Gerne witzige Geschichten lesen

Sprechen Sie doch mit Ihrem Kind über das Buch!

  • Welche Geschichte hat Ihrem Kind am besten gefallen?
  • Wie haben Ihrem Kind die Illustrationen gefallen?
  • Liest Ihr Kind lieber Tiergeschichten oder solche, in denen Menschen im Mittelpunkt stehen?

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Viel Erfolg in der kommenden Zombie-Apokalypse! Wer meinen (einschlägigen) Buchempfehlungen folgt, der hat Chancen. Allen anderen kann ich nur empfehlen als Zeichen des Widerstands wenigstens nicht lecker zu schmecken. :)

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