Film & Serie

Doctor Strange: Keine Sterne – Universen!

Der Parade-Zauberer des Marvel-Universums hat endlich seinen Film erhalten. Nun soll er in das Marvel Cinematic Universe eingepflegt werden - geht das?

Helden

Es gibt die verschiedensten Arten von Superhelden. Mutanten, wie Wolverine. Unfall-Opfer, wie Spiderman oder den Hulk. Ja sogar Götter, wie Thor oder den Typen, der meine Internet-Leitung damals innerhalb weniger Stunden reparierte. Aber es gibt auch die magische Seite des Marvel-Universums. Und diese ist nun endlich im Kino gelandet.

Doctor Strange – ein Anfang

Der Plot ist dabei denkbar einfach und tatsächlich kaum mehr als eine Origin-Story braucht. Doctor Stephen Strange ist ein erfolg- und auch sonst reicher Chirurg mit einem großen Problem: Nach einem Autounfall zittern seine Hände. Was für andere im Alltag schon ein großes Handicap ist, ist für den präzise arbeitenden Arzt der endgültige Karriere-Tod.

Auf dem Tiefpunkt seiner Stimmung angekommen, und viele, viele Operationen später, erfährt Strange zufällig von einer kleinen medizinischen Sensation. Ein Mann, der seine Querschnittslähmung völlig regeneriert zu haben scheint, macht ihm Hoffnungen und ein Gespräch mit ihm schickt den nüchtern wissenschaftlich denkenden Star-Mediziner zu einer mystischen Organisation nach Nepal. Dort erfüllt sich (langsam, sehr langsam) sein Schicksal – und er wird zu Marvels Zauberer Nummer 1.

Knalleffekt

Wenn der Film mit etwas besticht, dann mit seinen fantastischen optischen Effekten. Um die eigene Achse wirbelnde Gebäude, sich zerlegende und neu arrangierende Wirklichkeiten, das driften durch verschiedene Dimensionen – ich glaube, so ein perfekt ausgearbeitetes visuelles Feuerwerk habe ich noch nie gesehen. Ich kann mir beinahe nicht vorstellen, wie der Film am heimischen Fernseher wirken wird, wenn die 3D-Darstellung ausfällt (bin aber vorsichtig optimistisch).

Was auch noch auffällt ist, dass die eigentlich verdammt unterschiedlichen Stile verschiedener Kulturen grandios miteinander verwebt wurden. Obwohl ein Teil des Films in Nepal und ein anderer in einem viktorianisch gehaltenen Haus stattfindet, wirkt alles wie aus einem Guss. Man kann sich gut vorstellen, dass die gleiche Organisation dahinter steht – egal, wie alt die Gebäude sind.

Einige Zutaten sind schon ein wenig schal

Im krassen Gegensatz dazu stehen Elemente, die wohl in jedem Film vorkommen müssen. Wie die obligatorische Love-Story. Nicht, dass sie nicht tatsächlich meistens ein tolles Element wäre – oder in diesem Film all zu viel Raum einnehmen würde. Aber dass jeder Held eine solche laufen haben muss ist ein wenig … nuja. Ihr wisst schon.

Overpowered

Abgesehen davon gibt es einen Punkt, der es mir schwer macht mir Doctor Strange im Marvel Cinematic Universe (MCU) vorzustellen. Die Figur ist einfach zu mächtig! Wer sich durch die Universen begibt wie andere auf die Reise zum nächsten Kaugummi-Automaten, der hat es einfach schwer die selben Gegner gefährlich zu finden, die andere Superhelden bedrohen. Gut … man hat ihn durchaus mit einigen Sollbruchstellen versehen. Trotzdem. Musste man „Thor“ und „Hulk“ schon aus „Civil War“ nehmen, weil sie für die Helden-Clique einfach zu mächtig sind, so ist Doctor Strange erst recht übermächtig.

Man darf also gespannt bleiben.

Fazit

Diesen Film müsst Ihr unbedingt im Kino sehen! Ehrlich – wenn es einen Film gibt, bei dem 3D-Kinos Sinn™ machen, dann dieser! 🙂

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Viel Erfolg in der kommenden Zombie-Apokalypse! Wer meinen (einschlägigen) Buchempfehlungen folgt, der hat Chancen. Allen anderen kann ich nur empfehlen als Zeichen des Widerstands wenigstens nicht lecker zu schmecken. :)

2 Comments

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Dein Senf:

  • Ich habe ihn schon gesehen und stimme zu. Die Story ist ein bisschen dünn und dafür, dass der Film größtenteils in Nepal spielt, gibt es erstaunlich wenige Asiaten unter den Haupt- und Nebendarstellern. Aber angesichts der großartigen Optik und den Spezialeffekten fällt das kaum auf. Unbedingt im Kino, unbedingt 3D und unbedingt die größtmögliche Leinwand.

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