Comic

DC Comics: Rebirth

Mit dem "Rebirth"-Serienbeginn wird ein toller Startpunkt für DC-Comic-Neulinge gesetzt, heißt es. Ist dem wirklich so?

Das schier unermessliche Universum

Wieviele Comics sind wohl schon rund um Batman, Superman und all die anderen erschienen? Ganz genau, glaube ich, weiß das niemand mehr. Noch nicht einmal DC selbst, die als Verlag die Abenteuer ihrer Figuren immer weiter und weiter führen (lassen). Aber eines ist klar: Inzwischen kann niemand mehr das gesamte Portfolio lesen.

Klar … bestimmte Schlüsselcomics kennt man. Oder solche, die einfach nur grotesk schlecht waren. Das ist natürlich nicht nur bei DC so: Auf Marvel-Seite wären das zum Beispiel jene um den Charakter „Starlord“, der in einer Neuauflage nun als „Guardian of the Galaxy“ durch das Cinematic Universe tobt.

Wie auch immer: Nachlesen kann das eben kein Mensch mehr. Und deshalb wird das Universum eines Comic-Verlages, üblicher Weise, in regelmäßigen Abständen erneuert. Das kann auf vielfältige Weise passieren. Meistens aber werden einfach alle vorangegangenen Geschichten quasi für Null und Nichtig erklärt und neu gestartet.

Halber Neustart

Beinahe so ist es nun auch mit der „Rebirth“-Reihe von DC, die zwar nicht unbedingt einen kompletten Neustart, doch aber eine Zäsur im DC-Universum darstellt. So wird der Fokus der Geschichten neu gelegt und auch einzelnen Charakteren ein neuer Background-Verpasst. Den Anfang machen hier einige beliebte Helden – unter ihnen natürlich Batman und Superman, die Steckenpferde des Verlags.

Nachdem ich nun „Superman“, „Batman“ und „Justice League“ (der Heldenverband des DC-Universums, an dem neben den beiden genannten noch Wonderwoman, Green Lantern, Flash und einige andere teilnehmen) gelesen habe, bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das neue Universum mag. Es fühlt sich nicht an, wie ein Kaltstart sich eben anfühlen sollte. Was daran liegt (*tada*), dass es auch keiner ist. Und damit kann ich nicht so gut umgehen, wie ich dachte.

So wird Superman, zum Beispiel, Opfer eines Angriffs, den nicht einmal er so einfach überstehen kann. Und weil diese Figur aus dem Kanon nicht wegzudenken ist, wird Superman einfach ersetzt. Durch Superman. Also … einen anderen Superman, der noch aus dem letzten DC-Universum und seinen Stories übrig ist.

Bei Batman konnte ich, wenn ich ehrlich bin, überhaupt keinen Neustart erkennen. Abgesehen vielleicht davon, dass er einen neuen Helfer auszubilden gedenkt. Und diesmal soll es kein Robin werden.

Und die Justice League? Nuja. Wird sich weisen, wie sie mit der neuen Superman-Situation umgehen wird.

Andererseits

Ich werde andererseits jetzt sicher wieder mit dem Comic-Lesen beginnen. Mir war es eine Zeit lang nicht möglich so viel auf einmal zu lesen – und meine Zeit der Abwesenheit hat es mir leider unmöglich gemacht wiedereinzusteigen. Die Komplexität war einfach schon zu groß, die Stories ineinander zu verschlungen.

Aber mit diesem Halb-Neustart habe ich zumindest insofern Hoffnung, als das es wenig zu geben scheint, dass aus dem Vor-Rebirth-Universum Relevanz haben wird. So gesehen also wirklich auch für komplette Neueinsteiger ein guter Moment. Besonders, wenn man den Über-80-Seiten-Comic „DC Rebirth“ anfängt. Denke ich. Den werde ich jetzt nämlich nachholen. 😀

Ob allerdings genügend Veränderungen zu früheren DC-Universen bestehen werden, wird sich erst zeigen. Immer das Gleiche ist nämlich auch langweilig.

Wunderbare Kurz-Rezensionen zu den meisten bisher erschienenen Rebirth-Comics findet Ihr übrigens, unter anderem, bei REUMEIERS DIES UND DAS.

About the author

DerSinn

Sinn ist Vater zweier Kinder, Buchhändler und jemand, der nicht gern von sich selbst in der dritten Person schreibt. Manchmal muss er das aber - und dann versucht er sich in eine Art Subtext zu retten, den nicht alle immer gut verstehen.

Viel Erfolg in der kommenden Zombie-Apokalypse! Wer meinen (einschlägigen) Buchempfehlungen folgt, der hat Chancen. Allen anderen kann ich nur empfehlen als Zeichen des Widerstands wenigstens nicht lecker zu schmecken. :)

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